Hope Center in Bandarawela

Entstehung

Menschen mit Behinderung haben in Sri Lanka kaum Möglichkeiten, qualifiziert betreut und gemäß ihren Fähigkeiten ausgebildet zu werden. Häufig werden sie ausgegrenzt. Dieser Umstand veranlasste im Jahr 1989 eine Großmutter, für ihren behinderten Enkel und vier weitere Kinder eine Tagesbetreuung in einem gemieteten Raum zu organisieren.

Daraus entwickelte sich das Hope Center, ein Heim zur Betreuung von körperlich und geistig behinderten Kindern und Jugendlichen, das seit 1998 von der Eine-Welt-Gruppe unterstützt wird.

1998 konnte das Gebäude durch eine großzügige Spende gekauft und in den Folgejahren weiter ausgebaut werden.

Reverent Christopher Maitipe macht seit 20 Jahren eine sehr gute Arbeit bei der Leitung und Verwaltung des Hope Center.

Nutzung

Im Heim werden 20 Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren durch drei ausgebildete Lehrkräfte und zwei Helferinnen betreut. Alle Kinder haben angeborene mentale oder körperliche Behinderungen.

Die Kinder werden nicht nur psychologisch und medizinisch betreut und gefördert, sondern lernen auch viele Fähigkeiten, die ihnen im Alltag helfen, so weit wie möglich selbstständig zu sein. Dabei spielen Themen wie Hygiene ebenso eine Rolle wie schulische und kreative Fähigkeiten.

Der Stundenplan für die Kinder enthält ein Physiotherapie-Programm. An drei Nachmittagen in der Woche wird eine Bewegungs- und Entspannungstherapie von einem externen Trainer ehrenamtlich abgehalten.

Die im Heim lebenden taubstummen Kinder werden von einem Lehrer betreut, der selbst taubstumm ist und eine  spezielle Ausbildung hierfür hat. Der Unterricht für diese Kinder findet zweimal pro Woche statt und wird vom Staat bezahlt.

Medizinische Untersuchungen und Maßnahmen werden ebenfalls vom Staat bezahlt. Medikamente, die nicht direkt vom Arzt gegeben werden, müssen von den Familien gekauft werden.

Unterhalt

Der Betrieb und die Unterhaltung des Hope Center kostet jedes Jahr mehr Geld. Die Inflationsrate in Sri Lanka ist hoch und so sind auch die Preise für Lebensmittel enorm gestiegen. Die ohnehin kleinen Aufwandsentschädigungen der Lehrerinnen und Helferinnen müssen immer wieder angepasst werden.

Der Strompreis ist sehr stark gestiegen und 2014 konnte durch den Kauf von Energiesparlampen die Stromrechnung erheblich verringert werden.

Ein Brunnen zur eigenen Wasserversorgung wurde gebaut und mehrfach vertieft. 2016 führte der Brunnen aufgrund einer langen Trockenheit nur noch für 15 Minuten Pumpzeit Wasser und musste um 5 Meter tiefer gegraben werden, um an mehr Wasser zu kommen.

Aufgrund der durch starke Regenfälle verursachten Erdrutschgefahr musste das Gebäude mehrfach dagegen abgesichert werden.

Ein neues Dach für das Hope Center

Im Frühsommer 2019 wurde das durch Witterungseinflüsse stark beschädigte Dach des Hope Center erneuert. Es war sehr wichtig, kein asbesthaltiges Material zu verwenden. Die Qualität der verwendeten Materialien wurde von Mr. Wazeer überprüft. Die Dachsanierung wurde dadurch um 1.000 € teurer und kostete 2.400 €.

Doch die Gesundheit der Kinder und Betreuer ist wichtiger. Rev. Maitipe bestätigte, daß die Kinder sich während der Arbeiten außerhalb des Asbeststaubs aufhielten.

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